Redebeitrag von Amnesty Bochum bei der Seebrücke-Demo in Essen

Mehr als 2200 Menschen sind laut Polizeizählung bei der Seebrücke-Demonstration am 13.07.2018 für die Seenotrettung auf die Straße gegangen. Neben Redebeiträgen von zahlreichen anderen Organisationen wie Treffpunkt Asyl und der Medizinischen Flüchtlingshilfe und erschütternden Berichten Überlebender gab es auch eine Rede von Amnesty International Bochum:

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Gruppentreffen am Dienstag, 20.3. fällt wegen Streik aus!

Aufgrund des Streiks fällt das Treffen leider aus.

Gewerkschaftsankündigung: BOGESTRA wird bestreikt

Voraussichtlich am kommenden Dienstag, 20. März 2018, können aufgrund des von Gewerkschaftsseite angekündigten Warnstreiks von Betriebsbeginn bis -ende im gesamten Betriebsgebiet keine Bus- und Bahnfahrten angeboten werden.

Auch Fahrten durch Fremdunternehmen im Auftrag der BOGESTRA werden am kommenden Dienstag nicht durchgeführt. Es entfallen aufgrund des Warnstreiks von Gewerkschaftsseite sowohl die Mobilitätsgarantie als auch das Pünktlichkeitsversprechen. Die KundenCenter sind an diesem Tag ebenfalls geschlossen. Aus Sicherheitsgründen sind jedoch alle Betriebseinrichtungen sowie Tunnelanlagen bewacht.

https://www.bogestra.de/news-liste/news/article/gewerkschaftsankuendigung-bogestra-wird-bestreikt-1.html

Filmabend „Trapped by Law“ und Rap-Konzert mit Roma Art-Action

Kefaet, Hikmet und Selamet Prizreni sind Musiker. Zugleich sind sie Roma, Angehörige der größten europäischen ethnischen Minderheit, die in ganz Europa diskriminiert und verfolgt wird. Als politisches Künstlerkollektiv „Roma Art-Action“ setzen sich die Brüder grenzüberschreitend gegen Antiziganismus, Diskriminierung und Abschiebungen ein.

Kefaet und Hikmet wurden im Kosovo, Selamet in Deutschland geboren. Die Brüder sind in Essen aufgewachsen, haben in Deutschland gearbeitet und haben hier alles, was ihnen etwas bedeutet: Freunde, Familie und vieles mehr. Was sie noch immer nicht haben, ist ein Bleiberecht in Deutschland: Selamet wurde im Mai 2017 zum zweiten Mal abgeschoben und Hikmet ist seit Anfang Juni in der JVA Gelsenkirchen inhaftiert, weil er sich „illegal“ in Deutschland aufhielt, nachdem die Behörden ihn vor zwei Jahren aufgefordert hatten, das Land zu verlassen.

Mit zwei Veranstaltungen wollen die AG NRW gegen Abschiebung!, Roma Art-Action, Treffpunkt Asyl Bochum, Kulturzentrum Bahnhof Langendreer und Amnesty International Bochum gemeinsam auf das Schicksal der Essener Familie Prizreni aufmerksam machen, die nur stellvertretend für viele andere marginalisierte Roma Familien in Deutschland steht, denen das Recht zu bleiben verwehrt wird.

Beide Veranstaltungen sind kostenlos, wir freuen uns über Spenden!

Flyer-Download: RomanesDeutsch

Rap-Konzert mit Roma Art-Action

Ehrliche Beats und Morality Slam mit Kefaet & Selami Prizreni und den Freunden von Inclusion 4 Real & K.A.G.E, frei nach dem Motto: Wir leben Solidarität!
Freitag, 17.11.2017 um 19:30 Uhr im Nordpol (Münsterstr. 99, 44145 Dortmund)

Filmabend „Trapped by Law“ & Diskussion

Dokumentarfilm „Trapped by Law“ über die Abschiebe-Odysee der Roma-Brüder Prizreni in den Kosovo und zurück nach Essen (ca. 90 Minuten)
Samstag, 9.12.2016 um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer (Wallbaumweg 108, 44894 Bochum)

Ich stehe zum Menschenrecht Asyl zu suchen, weil…

«Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.» – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 14

Beim Sommerfest an der Ruhr-Uni und beim Fest des Initiativkreises Flüchtlingsarbeit haben wir euch gefragt, warum ihr zu dem Menschenrecht steht, Asyl zu suchen. Herausgekommen ist eine schöne Fotoserie:

Offener Brief: Recht auf Bildung gilt auch für Geflüchtete

Amnesty International Bochum unterstützt den Offenen Brief des Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur- BoFo e.V., in dem verschiedene Bochumer Organisationen, Gruppen und Initiativen fordern, geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Bochum endlich zu ermöglichen, zur Schule zu gehen.

Offenen Brief als PDF herunterladen

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Keine Abschiebungen aus Bochum nach Afghanistan – Jetzt vor Ort Verantwortung übernehmen!

Am 14. Dezember wurde die erste Sammelabschiebung aus der Bundesrepublik nach Afghanistan vollzogen – trotz 1.600 Toten und mehr als 3.500 verletzten Zivilist*innen allein im ersten Halbjahr 2016, Terroranschläge wie in Kabul (21. November, mindestens 27 Tote) oder im von der Regierung zuvor als sicher eingestuften Masar-i-Sharif (10. November, mindestens 4 Tote, 128 Verletzte, deutsches Konsulat in Trümmern) zeigen ganz klar: Afghanistan ist nicht sicher. Nach über 30 Jahren herrscht dort immer noch Krieg. Das Auswärtige Amt rät vor der Einreise in Afghanistan ab.

  • Wir fordern die Leitung und die Beschäftigten der Ausländerbehörde der Stadt Bochum auf: Machen Sie keine Abschiebungen aus Bochum nach Afghanistan möglich! Es sind Sie, die Beschäftigten der lokalen Ausländerbehörde, die den Prozess der Abschiebungen in Gang setzen. Sie entscheiden faktisch, welche Namen auf den Abschiebelisten stehen. Daher können Sie auch konkret dafür sorgen, dass kein Mensch aus unserer Stadt ins Kriegsgebiet abgeschoben wird. Sie stehen jetzt vor der Entscheidung, entweder Grundsätze der Menschenrechte zu beachten – oder sich durch die Vorbereitung, Mitarbeit und Ermöglichung der Abschiebungen auch ganz persönlich mit verantwortlich zu machen.
  • Wir fordern den Rat der Stadt Bochum auf: Sprechen Sie sich in einem Beschluss gegen Abschiebungen aus Bochum nach Afghanistan aus! Geben Sie den Beschäftigten der Ausländerbehörde, die sich nicht durch die Mitarbeit an den Abschiebungen mit verantwortlich machen wollen, damit politisch Rückendeckung. Machen Sie deutlich, dass Sie als politisch Verantwortliche von der Bochumer Verwaltung erwarten, dass sie Grundsätze der Menschenwürde einhält und sich nicht an Abschiebungen in Kriegsgebiete beteiligt.
  • Wir fordern Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Stadtdirektor Michael Townsend auf: Übernehmen auch Sie Verantwortung! Machen Sie als Chef der Bochumer Verwaltung und als kommunaler Flüchtlingskoordinator deutlich, dass Sie sich gegen diese menschenfeindlichen Abschiebungen stellen und machen Sie klar: Afghanistan ist nicht sicher!

Wir fordern die Bochumer Mitglieder der Parteien auf: Machen Sie deutlich, dass Sie von Ihren Fraktionen im Rat sowie von den lokalen Verantwortlichen in Ausländerbehörde und Verwaltungsvorstand erwarten, Abschiebungen aus Bochum nach Afghanistan zu verhindern. Erklären Sie unmissverständlich, dass Sie ein Kapitulieren derjenigen, die hier vor Ort Entscheidungen treffen, nicht akzeptieren. Setzen Sie sich darüber hinaus auf allen Ebenen, auch auf Landes- und Bundesebene, für einen Stopp der Abschiebungen ein. Machen Sie Druck, damit die erzwungenen Vereinbarungen mit der afghanischen Regierung zur Aufnahme von Geflüchteten rückgängig gemacht werden.

Afghanistan ist nicht sicher – keine Abschiebungen in Kriegsgebiete!

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Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Über 1.600 Tote und mehr als 3.500 Verletzte (Quelle: United Nations Assistance Mission in Afghanistan – UNAMA) unter der afghanischen Zivilbevölkerung im ersten Halbjahr 2016 sprechen eine deutliche Sprache: Afghanistan ist kein sicheres Land! Nicht für die Menschen, die dort leben, und erst recht nicht für Asylsuchende, die dorthin abgeschoben werden sollen. Afghanische Flüchtlinge müssen in Deutschland und anderen EU-Staaten weiterhin Aufnahme finden und Schutz erhalten!

Der aktuelle Jahresbericht von Amnesty International zu Afghanistan führt auf, dass sich die Sicherheitslage im ganzen Land massiv verschlechterte. Die afghanische Regierung ist nicht in der Lage, die Bevölkerung ausreichend zu schützen. Die Verantwortung für 70% der Opfer tragen die Taliban und andere bewaffnete Gruppen, 16% werden gar den afghanischen Sicherheitskräften und ihren Verbündeten zugerechnet. Zudem greifen die Taliban verstärkt „weiche“ und zivile Ziele an. Im Jahr 2015 gab es knapp 200.000 Binnenvertrieben in Afghanistan, von denen die meisten keinerlei humanitäre Hilfe seitens der Behörden erhielten. Über 6 Millionen Afghanen sind laut dem Afghanistan-Beauftragten der Vereinten Nationen, Mark Bowden, unmittelbar von Kampfhandlungen betroffen. Das Ministerium für Frauenangelegenheiten registrierte von März bis Dezember 2015 Tausende Fälle von Gewalt gegen Frauen. Es herrschte weiterhin ein Klima der Straflosigkeit. Menschenrechtsverteidiger wurden von verschiedenen Seiten bedroht, eingeschüchtert und gewaltsam angegriffen. Die Behörden gingen entsprechenden Fällen nicht nach und zogen die Täter nicht zur Rechenschaft. Journalisten und Menschenrechtsverteidiger äußerten die Befürchtung, dass eine vom Parlament beschlossene Reform des Gesetzes über Massenmedien das Recht auf freie Meinungsäußerung noch weiter untergraben könnte. Die Todesstrafe wurde weiterhin verhängt, oft nach unfairen Verfahren.

Deshalb rufen die Bochumer Gruppen von Amnesty International zur Teilnahme an der von „Nedaje Afghan نداى افغان – Afghanischer Aufschrei – Afghan Outcry Düsseldorf“ organisierten Demonstration am Samstag, dem 26.11.2016 in Düsseldorf auf.

Der Aufruf von Afghan Outcry Düsseldorf im Wortlaut: „Keine Abschiebungen nach Afghanistan!“ weiterlesen