Die szenische Lesung „Blutiger Januar“ erzählt von Erinnerung, Schmerz, Exil und dem Kampf um Gerechtigkeit. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die Opfer von Gewalt und Hinrichtungen wurden, sowie deren Angehörige. Zu den Mitwirkenden zählt Shole Pakravan, die Mutter von Reyhaneh Jabbari, deren Schicksal durch den Film „Sieben Winter in Teheran“ bekannt wurde. In einer Zeit, in der staatliche Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in vielen Teilen der Welt weiterhin Realität sind, schaffen Künstler*innen, Mütter der Gerechtigkeit und Menschenrechtsaktivist*innen mit diesem Stück eine andere Erzählung – eine Erzählung von Erinnerung, Widerstand und Hoffnung.
Am Mittwoch, den 3. Juni um 19 Uhr wird das Stück online als Live-Aufführung auf Deutsch und Persisch gezeigt. Zu Beginn gibt es eine kurze Einleitung von Amnesty International mit einem Bericht über die Todesstrafe weltweit und im Iran. Der Eintritt ist frei, aber es müssen vorab Karten reserviert werden, um den Zugangslink zu erhalten.
Liebe Freund*innen,
nach eurer warmen Unterstützung bei unserer ersten Veranstaltung freuen wir uns, euch zur zweiten Online-Lesung des Theaterstücks „Blutiger Januar“ einzuladen.
„Blutiger Januar“ erzählt von Schmerz, Erinnerung und Widerstand – von Menschen, die Opfer von Gewalt und Hinrichtungen wurden, und von Müttern und Familien der Dadkhahi-Bewegung, die weiterhin für Gerechtigkeit, Wahrheit und das Recht auf Leben eintreten.
Wir glauben, dass keine Regierung das Recht hat, Menschen das Leben zu nehmen. Eine Hinrichtung beendet nicht nur ein Leben, sondern hinterlässt eine Wunde im Gedächtnis einer Gesellschaft. Mit jedem hingerichteten Menschen erlischt auch ein Teil unserer gemeinsamen Hoffnung und Menschlichkeit.
Für uns ist Kunst mehr als Aufführung. Durch Film, szenische Lesung, Performance, visuelle Kunst und Gespräch möchten wir über staatliche Gewalt, Hinrichtungen und Menschlichkeit sprechen.
Zu Beginn der Online-Veranstaltung wird ein Bericht über Hinrichtungen und staatliche Tötungen im Iran von Amnesty International Bochum auf Persisch und Deutsch vorgestellt. Danach folgt die Live-Aufführung / szenische Lesung von „Blutiger Januar“. Anschließend sprechen wir gemeinsam über Kunst, Erinnerung und Widerstand.
Mitwirkende:
- Shole Pakravan, Mutter von Reyhaneh Jabbari und Stimme der Bewegung der Mütter der Dadkhahi
- Zard, bildende Künstlerin und Protestkünstlerin
- Solmaz Gholami, Filmemacherin und Medienforscherin
- Gabi Uhl, Aktivistin gegen die Todesstrafe (deutsche Lesung)
Wir hoffen, mit dieser Veranstaltung Raum für Mitgefühl, Bewusstsein und Austausch zu schaffen.
Diese Veranstaltung wird unterstützt vom Bundesverband der Frauengesundheitszentren e. V., Aktion für Menschenrechte e.V. und Amnesty International Bochum.
Bitte reservieren Sie aufgrund begrenzter Kapazitäten im Voraus. Der Veranstaltungslink wird 1 Stunde vor Beginn per E-Mail versendet.
Mit herzlichen Grüßen
Team „Blutiger Januar“
