Das Recht auf Leben – Die Menschenrechtssituation auf den Philippinen

Vortrag, Ausstellung und Musik

Wir freuen uns sehr, Sie am 27.10.2018 zu einem spannenden Abend im Bahnhof Langendreer (Raum 6) mit Gästen aus den Philippinen einladen zu dürfen. Dort wird die Journalistin Emmalyn Liwag Kotte über die Menschenrechtslage auf den Philippinen berichten. Begleitet wird ihr Vortrag von einer Ausstellung des Fotografen Raffy Lerma sowie Liedern der Sängerin Ja Quintana, die beide aus Manila auf den Philippinen zu Besuch nach Deutschland gekommen sind. Der Eintritt ist frei.

Jede*r Mensch hat ein Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit. Doch seit Rodrigo Duterte 2016 zum Präsidenten der Philippinen gewählt wurde, gelten diese Grundrechte dort nicht mehr. Bereits im Wahlkampf rief er öffentlich zur Tötung von Drogensüchtigen, Drogenhändlern und Kriminellen auf, und vom Tag seines Amtsantritts an stellte er diesen blutigen „Krieg gegen die Drogen“ ins Zentrum seiner Präsidentschaft. Seitdem kommt eine Verdächtigung als Drogenhändler oder Drogenkonsument einem Todesurteil gleich. Tausende Menschen wurden bereits bei außergerichtlichen Tötungen durch Polizei und Todesschwadrone ermordet. Die Täter können sich sicher sein, unbestraft zu bleiben, denn Duterte sicherte öffentlich zu, er werde es nicht zulassen, dass je ein Soldat oder Polizist ins Gefängnis müsse, bloß weil er „bei der Zerstörung der Drogenindustrie geholfen“ habe.

2017 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht mit dem Titel “If you are poor, you are killed – Extrajudicial executions in the Philippines‘ „War on Drugs“”, der detailliert aufführt, wie die Polizei systematisch Verdächtige erschießt (darunter auch Kinder), Beweismittel fälscht, Auftragsmörder anheuert und Getötete sowie ihre Angehörigen beraubt. Die Morde werden mit bis zu 300 Dollar vergütet, so dass das Töten zu einem einträglichen Geschäft geworden ist. Die Opfer sind ganz überwiegend die Ärmsten der Armen, die im Gegensatz zu reicheren Menschen keine Chance auf ein ordentliches Gerichtsverfahren haben. Hinzu kommt eine steigende Anzahl von getöteten Journalist*innen und Menschenrechtsaktivst*innen – auch diese Morde sind angespornt durch Äußerungen Dutertes, solche Leute doch zu erschießen.

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Spendenflohmarkt im Bahnhof Langendreer

Zum zehnten Mal findet im Bahnhof Langendreer der Spendenflohmarkt der Initiativen statt, bei dem lokale Initiativen mit Flohmarktständen Geld für ihre Arbeit sammeln. Dazu legen zwei DJanes Musik auf und im endstation.café gibt es ein Kuchenbuffet, dessen Erlös ebenfalls den Initiativen zu Gute kommt. Der Flohmarkt ist auch eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen der Initiativen. Mit dabei sind diesmal ca. 15 lokale Initiativen, darunter Amnesty Bochum, WorldBeatClub, der Gemeinschaftsgarten Bochum Alsenstraße, Aktion pro Afrika Mali, das Botopia-Nähcafé, die tierbefreier Bochum, die Fahrradinitiative „urban radling“ und andere. Der Eintritt ist frei.

Kunstauktion 2018 – Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen!

Liebe Künstlerinnen und Künstler,

wie schon in den vergangenen Jahren wollen wir im Dezember in den Kammerspielen des Bochumer Schauspielhauses Kunstwerke zugunsten unserer Menschenrechtsarbeit versteigern, dieses Jahr zum 46. Mal. Wir bitten Sie herzlich um Ihre Mithilfe und laden Sie ein, sich mit der Einreichung künstlerischer Arbeiten zu beteiligen.

Der Termin und das Programm:

Die Auktion findet am Sonntag, dem 2. Dezember 2018 im „Tanas“ im Foyer der Bochumer Kammerspiele statt. Die Versteigerung beginnt um 12:00 Uhr und wird etwa bis 17:00 Uhr dauern.

Sie können sich beteiligen:

Es eignen sich Kunstgegenstände jeder Art, pro Geber sollten jedoch nicht mehr als drei eingereicht werden. Ein Drittel des bei der Auktion erzielten Erlöses – sie wird wie immer von Thom Pokatzky professionell durchgeführt werden – können Sie als Aufwandsentschädigung erhalten. Es würde unserer Arbeit sehr zugute kommen, wenn Sie auf diesen Betrag verzichten könnten oder ihn nach der Auszahlung durch uns zugunsten von Amnesty International spenden würden. Im letzten Fall erhalten Sie über diesen Betrag eine Spendenquittung.

Wie es funktioniert:

Bitte reichen Sie zwischen dem 21.10. und 4.11. (möglichst schon in der ersten Woche!) bis zu 3 Kunstwerke unter Verwendung des Lieferscheins im Café Ferdinand, Ferdinandstr. 44, 44789 Bochum ein. Wichtige Regeln im Zusammenhang mit der Teilnahme an der Auktion erhalten Sie im Leitfaden.

Damit wir Ihre Werke sicher identifizieren können, füllen Sie bitte die Beschriftungsformulare aus und legen sie Ihren Werken bei. Gerne können Sie dazu das Onlineformular unter www.amnesty-bochum.de/Lieferschein nutzen. Dort haben Sie auch die Möglichkeit, ein digitales Foto Ihres Werks für die Online-Galerie beizufügen. Alternativ können Sie die Fotos auch per Email an kunstauktion@amnesty-bochum.de senden.

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Kunstauktion 2018

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten versteigern die Bochumer Amnesty-Gruppen in den Kammerspielen des Bochumer Schauspielhauses Kunstwerke zugunsten der Menschenrechtsarbeit von Amnesty International, dieses Jahr zum 47. Mal. Der Erlös der Auktion kommt der Arbeit von Amnesty International zugute.

  • Wann: Sonntag, 11. Dezember von 12-17:30 Uhr
  • Wo: im Tanas, dem Restaurant im Foyer der Bochumer Kammerspiele
  • Was: Versteigerung von Kunstwerken zugunsten von Amnesty International

Die Online-Galerie mit Fotos und Details zu den Exponaten wird etwa Mitte November online gehen.

Sie möchte sich mit Ihren Kunstwerken an unserer Auktion beteiligen? Hier finden Sie Informationen zur Einreichung von Kunstwerken.

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Seebrücke-Demo in Bochum: Stoppt das Sterben!

Seebrücke Demonstration in Bochum
Stoppt das Sterben im Mittelmeer und in der Wüste!
Samstag 06.10.2018, Treffpunkt 11:30 Uhr Bochum HBF

Auf Initiative des Bochumer Bündnisses für Arbeit und soziale Gerechtigkeit findet am Samstag, den 6. Oktober eine #Seebrücke-Demonstration in Bochum statt, zu der wir mit aufrufen!

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Anstatt Grenzen dicht zu machen und Seenotretter*innen zu kriminalisieren, brauchen wir sichere Fluchtwege und Häfen und solidarische Städte, die bereit sind, Geflüchtete aufzunehmen.

Momentan werden die Rettungsschiffe daran gehindert, Flüchtende auf dem Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. Das Engagement der Seenotrettungsorganisationen wird kriminalisiert und ihre Schiffe am Auslaufen gehindert. In Seenot geratene Flüchtlinge in das Bürgerkriegsland Libyen zurück zu bringen, verstößt gegen internationales Recht. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen erklärt: „Nach geltendem Recht müssen Menschen, die aus Seenot gerettet werden, zu einem sicheren Ort gebracht werden.“

Gegen diese menschenverachtende Politik hat sich die internationale SEEBRÜCKE-Bewegung gebildet – getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und solidarische Städte.

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Demonstration Seebrücke in Essen

Demonstration am 13.07.2018 ab 18 Uhr in Essen (Willy-Brandt-Platz)

Die EU versagt bei der Seenotrettung von Flüchtlingen, schrieb Amnesty International bereits vor einem Jahr und forderte die EU-Mitgliedsstaaten auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Seitdem hat sich die Lage nur noch verschärft: die Abschottung wurde intensiviert und hat einen Grad der Menschenverachtung und Gleichgültigkeit erreicht, den man zuvor für unvorstellbar hielt. Wo Europa bislang vor allem zu wenig tat, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten, ist es heute so weit, dass die Rettung von in Seenot geratenen Menschen aktiv verhindert wird.

Deswegen schließen wir uns dem Aufruf zur Demonstration in Essen unter dem Motto „Seebrücke – schafft sichere Häfen!“ an: Weiterlesen

Demonstration gegen das geplante Polizeigesetz in Düsseldorf

Wir schließen uns dem Aufruf zur Demonstration gegen das geplante Polizeigesetz am Samstag, 07. Juli in Düsseldorf an!

Die NRW-Landesregierung plant eine massive Verschärfung des Polizeigesetzes und hat dazu einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der auf breite Kritik gestoßen ist.

Amnesty International fordert die Landesregierung NRW auf, Regelungen mit Augenmaß zu treffen, die die Freiheit der Menschen nur beschneidet, wo absolut notwendig. Das ist im gegenwärtigen Entwurf nicht der Fall, der z.B. Inhaftierungen ohne Strafverdacht und ohne konkrete Gefahr vorsieht. Auch führt der Entwurf eine neue, äußerst vage Kategorie der „drohenden Gefahr“ ein, die dem Kern des Rechtsstaatsprinzips widerspricht, wonach staatliches Handeln verlässlich, rechtlich begrenzt und vorhersehbar sein muss. Insgesamt fällt auf, dass der weitgehende Ausbau polizeilicher Befugnisse an keiner Stelle durch Maßnahmen zur Steigerung der Transparenz und der Kontrolle polizeilichen Handelns ausgeglichen wird. So gibt es in Nordrhein-Westfalen keine unabhängige Beschwerdestelle für Betroffene von rechtswidrigem Polizeiverhalten.

Zwar hat das nordrhein-westfälische Innenministerium den Gesetzesentwurf für das neue Polizeigesetz vorerst gestoppt, um Nachbesserungen vorzunehmen. Es steht jedoch zu befürchten, dass das Gesetz auch nach den Korrekturen noch menschenrechtliche Grenzen überschreitet. Kommt daher am Samstag zur Demo nach Düsseldorf!

Links und weiterführende Informationen:

Ruhr International

Am 16. und 17. Juni sind wir mit einem Infostand bei Ruhr International vertreten:

Ruhr International
Das Fest der Kulturen
16. + 17. Juni 2018
An + in der Jahrhunderthalle Bochum

Ruhr International lädt in diesem Jahr erneut zum Miteinander der Kulturen, zum Tanzen, Lachen, Feiern, Spielen, Erzählen, Zuhören, Mitmachen, Kennenlernen, Probieren, Verweilen und Genießen ein. Herausragende KünstlerInnen werden von nah und fern anreisen und am 16. + 17. Juni 2018 bei freiem Eintritt an + in der Jahrhunderthalle Bochum das Fest der Kulturen zu einem eindrucksvollen Ereignis für das Ruhrgebiet machen.

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