Kategorie: Gastbeiträge

Der Fall Assange – Ein chronologischer Überblick

Dieser Beitrag gehört zu einer losen Reihe, in der sich Aktive der Bochumer Amnesty-Gruppe mit Themen außerhalb der derzeitigen Gruppenarbeit auseinandersetzen. Ein Gastbeitrag.


Die Internetplattform „WikiLeaks“ geriet im Oktober 2010 durch die Herausgabe von fast 400.000 geheimen Dokumenten der US-Streitkräfte und des Geheimdienstes zum Irak-Krieg, in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Dokumente, welche nach Aussagen von WikiLeaks hauptsächlich von jungen Feldoffizieren niedergeschrieben wurden, bilden den Zeitraum vom 01.Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2009 ab. Die Materialien führen zum einen zahlreiche Fälle auf, in welchen US-Soldaten Hinweise über Misshandlungen, Folterungen und Morde durch irakische Sicherheitskräfte ausschließlich dokumentiert und ihre Vorgesetzten darüber informiert haben und berichten ebenso über bis dahin unbekannte Zwischenfälle, bei denen mehr als 15.000 Zivilisten getötet worden seien. WikiLeaks-Gründer Julian Assange verteidigte die Publikation unter anderem dadurch, dass wie auch zuvor, bei den Dokumenten zum Afghanistan-Krieg, niemand gefährdet werde, da die Materialien bearbeitet wurden.

Die USA werfen ihm Beihilfe zur Veröffentlichung geheimer Dokumente vor. Bei einer Verurteilung in allen 18 Anklagepunkten würden Julian Assange 175 Jahre Haft drohen.

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Corona-Impfungen: Wie kann der Impfstoff global gerecht verteilt werden?

Dieser Beitrag gehört zu einer losen Reihe, in der sich Aktive der Bochumer Amnesty-Gruppe mit Themen außerhalb der derzeitigen Gruppenarbeit auseinandersetzen. Ein Gastbeitrag von Marius Rogall.


Nachdem die europäische Arzneimittelbehörde Ende Dezember dem ersten Impfstoff gegen das Coronavirus eine bedingte Marktzulassung erteilt hatte, stiegen in Deutschland die Hoffnungen auf ein absehbares Ende der Pandemie. Die Bundesregierung stellte zuerst für Mitte des Jahres, jetzt bis zum Ende des dritten Quartals, allen Bürger*innen ein Impfangebot in Aussicht. Trotzdem gab es in den letzten Wochen Kritik an der deutschen Impfstrategie. Das Impftempo sei im internationalen Vergleich viel zu langsam. Und tatsächlich sind in anderen Industrieländern, wie der USA oder Großbritannien, schon größere Anteil der Bevölkerung geimpft als in Deutschland.

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