Film und Frauenrechte in Indien und Pakistan

In Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaften an der Ruhr-Universität und dem Endstation Kino Bochum beschäftigen wir uns erneut mit Frauenrechten im Film, diesmal mit Fokus auf Indien und Pakistan, nachdem wir uns im letzten Semester mit Afghanistan und Iran auseinandergesetzt hatten. Im Rahmen des Seminars zeigen wir von April bis Juni im Endstation Kino sechs Filme aus Indien und Pakistan mit anschließendem Filmgespräch, zu dem auch Nicht-Teilnehmende des Seminars herzlich eingeladen sind. Der Eintritt ist an den meisten Terminen frei, wir freuen uns jedoch über Spenden.

Die Termine:

Der Film beginnt jeweils um 18 Uhr und wird in Originalsprache mit Untertiteln gezeigt.

Hintegrundinformationen:

  • Informationen der Länder-Koordinationsgruppen von Amnesty International zu Indien und Pakistan
  • Petition: Setz dich für die Rechte von Textilarbeiterinnen in Pakistan, Indien, Bangladesch und Sri Lanka ein:

Ankündigung im Vorlesungsverzeichnis:

Film und Frauenrechte in Indien und Pakistan
Dozierende: Solmaz Gholami

Ausgehend von dem Seminar im Sommersemester 2025, das sich mit Film und Frauenrechten im Iran und in Afghanistan beschäftigte, habe ich mich bewusst dazu entschieden, diese Perspektive im aktuellen Seminar auf weitere regionale Kontexte auszuweiten. In beiden Ländern sind Frauenrechte stark umkämpft und stehen im Spannungsfeld von Tradition, Religion, staatlicher Gesetzgebung und zivilgesellschaftlichem Widerstand. Filme aus diesen Kontexten thematisieren unter anderem geschlechtsspezifische Gewalt, Zwangsheirat, Einschränkungen von Bildung und Mobilität, religiös legitimierte Diskriminierung, Klassenzugehörigkeit sowie koloniale und postkoloniale Machtstrukturen.

Zugleich zeigt sich in den Filmen aus Pakistan und Indien eine große Vielfalt ästhetischer und narrativer Strategien, mit denen weibliche Erfahrungen sichtbar gemacht werden: von dokumentarischen Formen über sozialrealistische Erzählweisen bis hin zu fiktionalen und hybriden Formaten. Das Seminar untersucht, wie diese filmischen Mittel eingesetzt werden, um Empathie, Solidarität und politische Aufmerksamkeit zu erzeugen, und wie Frauen dabei nicht nur als Opfer, sondern als handelnde und widerständige Subjekte dargestellt werden.

Die vergleichende Perspektive zwischen Iran, Afghanistan, Pakistan und Indien macht sichtbar, wie Film als transnationales Medium zur Vernetzung feministischer Kämpfe beiträgt und welche Rolle audiovisuelle Bilder in der globalen Auseinandersetzung um Frauen- und Menschenrechte spielen. Leitende Fragestellungen des Seminars sind unter anderem: Mit welchen Strategien kämpfen Filme für die Rechte von Frauen? Welche Problematiken stehen im Vordergrund? Wie werden Empathie und Solidarität erzeugt? Welche Figurenkonstellationen dominieren die filmischen Erzählungen?