Blutiger Januar (Iran)

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Die szenische Lesung „Blutiger Januar“ erzählt eindringlich von Erinnerung, Schmerz, Exil und dem Kampf um Gerechtigkeit. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die Opfer von Gewalt und Hinrichtungen wurden, sowie deren Angehörige. Zu den Mitwirkenden zählt Shole Pakravan, die Mutter von Reyhaneh Jabbari, deren Schicksal durch den Film „Sieben Winter in Teheran“ und das Buch „Wie man zum Schmetterling wird“ bekannt wurde. In einer Zeit, in der staatliche Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in vielen Teilen der Welt weiterhin Realität sind, schaffen Künstler*innen, Mütter der Gerechtigkeit und Menschenrechtsaktivist*innen mit diesem Stück eine andere Erzählung – eine Erzählung von Erinnerung, Widerstand und Hoffnung.

Nach zwei Online-Aufführungen kommt das Stück am 12. Juli um 20 Uhr im Schauspielhaus Bochum (Oval Office) auf die Bühne. Die Veranstaltung wird auf Persisch und Deutsch aufgeführt. Es wird ein Kartenkontingent an der Abendkasse geben, aber eine Ticketreservierung wird empfohlen.

In Fortsetzung des Solidaritätsabends für Iran „Ein Herz in meiner Faust“ im Februar setzt sich das Projekt „Blutiger Januar“ durch das Zusammenspiel verschiedener Kunstformen mit der Todesstrafe als eine Form struktureller und staatlicher Gewalt auseinander. Das Projekt ist mit der Beteiligung von zwei Künstlerinnen und einem Künstler entstanden: der Live-Performance und den figurativen Holzarbeiten von Shole Pakravan, den visuellen Interventionen von Carsten Lisecki sowie der Video-Art von Solmaz Gholami. Ein Versuch, einen Moment des Innehaltens, des Dialogs und der Neubetrachtung institutioneller Gewalt zu schaffen.

„Blutiger Januar“ erzählt von Schmerz, Erinnerung und Widerstand – von Menschen, die Opfer von Gewalt und Hinrichtungen wurden, und von Müttern und Familien der Dadkhahi-Bewegung, die weiterhin für Gerechtigkeit, Wahrheit und das Recht auf Leben eintreten.

Wir glauben, dass keine Regierung das Recht hat, Menschen das Leben zu nehmen. Eine Hinrichtung beendet nicht nur ein Leben, sondern hinterlässt eine Wunde im Gedächtnis einer Gesellschaft. Mit jedem hingerichteten Menschen erlischt auch ein Teil unserer gemeinsamen Hoffnung und Menschlichkeit. Für uns ist Kunst mehr als Aufführung. Durch Film, szenische Lesung, Performance, visuelle Kunst und Gespräch möchten wir über staatliche Gewalt, Hinrichtungen und Menschlichkeit sprechen.